Sonne einschließen

Ich schließ die Sonne in meine Lider ein,
Damit sie mir auch im Winter scheint.
Ich kauf meiner Seele ein Sommerkleid,
Genäht aus dem Gegenteil von Leid.

Ich werf mein Handtuch die Klippen hinab
Und zügle mein Pferd in sanften Trab.
Ich geb meinen Händen den Abend frei.
Zeit für Wunder – nicht für Zauberei.

Die Straßen wimmeln laut von Einsamkeit,
Die endlosen Träumern nicht verzeiht.
Meine Taschenlampe schreibt ein Gedicht.
Über den Sturm in meinem Gesicht.

Ich lad die Sonne auf ein Glas Rotwein ein.
Sie lächelt mild und sagt trotzdem Nein.
Meiner Seele ist das Kleid viel zu eng.
Wird Zeit, dass ich die Schatten abhäng …

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